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Maschinen- und EnergieanlagentechnikSolare Industrie- und Gewerbekälte (SCIC)

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Solare Industrie- und Gewerbekälte (SCIC)

Die drastische Reduktion der weltweiten Treibhausemissionen ist zwingend notwendig, um die Klimaerwärmung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu limitieren. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffträgern ist mitunter der Hauptverursacher für den Anstieg der weltweiten Treibhausgasemissionen. Energieeffizienz und die Nutzung regenerativer Energien spielen eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von Gebäuden mit Prozessenergien wie Wärme, Kälte und Strom. Die Sonnenenergie, deren Anteil an regenerativen Energiequellen in der MENA Region (Nahost und Nordafrika) groß ist, kann mit Hilfe von solarthermischen Kollektoren nicht nur zur Warmwasser- und Wärmebereitstellung dienen, sondern auch zur Kälteerzeugung verwendet werden. Hierfür können thermisch angetriebene Kälteanlagen verwendetet werden und somit eine wichtige technische Lösung für energieneutrale Gebäuden realisiert werden.

"Solare Industrie- und Gewerbekälte" ist der Titel eines Projekts zur Förderung nachhaltiger und ressourcensparsamer Technologien zur Kälteerzeugung in Jordanien und der MENA. Mitunter sind zwei Pilotinstallationen von Kälteanlagen geplant, die auf nichtozonschädigende und klimafreundliche Kältemitteln basieren, und ihre Antriebsenergie durch Solarenergie beziehen. Das Projekt wird innerhalb der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. In dem dreijährigen Projekt ist die TU Berlin und das Fachgebiet für Maschinen- und Energieanlagentechnik seit Dezember 2013 Know How Partner und Lieferant für moderne Absorptionskältetechnik. Das Projekt endet im Frühjahr 2015.

Die TU Berlin wird im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bei der Planung und Installation von zwei solaren Kälteerzeugungssystemen in Jordanien eine unterstützende und begleitende Rolle haben und in Zusammenhang mit einem Wissenstransfer im Bereich Installation und Betrieb thermisch angetriebener Kälteanlagen einen aktiven Beitrag für die Förderung dieser Technologien leisten. Das Ziel dieses Projektes ist die Demonstration einer energieeffizienten Technologie wie das solare Kühlen. Das solare Kälteerzeugungssystem der beiden Liegenschaften Deutsch Jordanische Universität und Petra Guest House basiert auf die von der TU Berlin entwickelten Absorptionskälteanlagen, die bereits erfolgreich in einem solaren Kälteerzeugungssystem in Dessau / Deutschland betrieben werden. Ein ausführliches Vermessen und Überwachen des Gesamtsystems und der Anlagen in Jordanien dient zur Bewertung der Energieeffizienz.

Das Ziel des Projektes ist neben der planerischen und wissensvermittelnden Unterstüzung eines lokalen Ingenieurbüros zur optimalen Systemintergration die erfolgreiche Demonstration solarthermisch angetriebener Kälteanlagen, die die Gesamtenergieeffizienz eines konventionellen Kälteerzeugungssystems verbessern können. Eine Erhöhung von solaren Deckungsraten kann durch die Anpassung der Betriebsstrategien in Verbindung mit sensiblen Wärmespeichern (Warm- und/oder Kaltwasserspeicherung) erzielt werden.  Die Inbetriebnahmen der beiden Kälteanlagen für die zwei Liegenschaften ist für das Jahr 2014 geplant.

Neben der GiZ als Auftraggeber und Partner sind neben den Liegenschaften

als Partner an den Arbeiten im Projekt beteiligt.


Weiterführende Informationen zum Projekt sind hier zu finden.

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